Bewährungsprobe Krise

Veröffentlichung im April 2008 als Fachartikel der European Coaching Association

Bewährungsprobe Krise
oder
Krisenintervention im professionellen Coaching

Von

Dr.med. Ina Senne, ECA Beirätin
Angelica Ulkan, ECA Beirätin, Master Coach
Bernd Hohmann, Dipl. Psych., ECA Beirat
Bernhard Juchniewicz, Präsident European Coaching Association

«Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)»

Allen Bemühungen zum Trotz gibt es keine wissenschaftlich verbindliche Krisentheorie.
Vorraussetzung für die Einschätzung, dass eine Krise vorhanden ist, ist eine relevante Abweichung zwischen den vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen eines Systems (Individuum, Organisation, Firma,Gesellschaft) und den Anforderungen die intern und/oder extern an das System gestellt werden.

Die Entstehung einer Krise ist meist ein schleichender Prozess, dem oft mehr als ein ungelöstes Problem – ein meist multifaktorieller sich negativ verstärkender Prozess – zugrunde liegt. Ab einem bestimmten Stadium genügen die bisher angewandten Verhaltensmuster nicht mehr, um eine Lösung herbeizuführen.

Das betroffene System strengt sich weiterhin vergeblich an und erlebt Stress und Frustrationen, die als Überforderung identifiziert und individuell als Krise erlebt werden. Krisen stellen die bestehenden / bewährten Wertesysteme in Frage und somit sind Krisen sehr variabel. Sie unterliegen kulturellen, sozialen, biographischen und individuellen Bedingungen und Hintergründen.

Das rechtzeitige Identifizieren einer sich entwickelnden Krise setzt eine ausgeprägte sinnesspezifische

Wahrnehmung erster Signale und eine hohe Selbstverantwortung der Betroffenen voraus. Werden Krisen von den Betroffenen selbst und/oder mit professionellem Coaching adäquat bewältigt sind sie Ausgangspunkt und Chance zu innerem Wachstum. Werden Krisen nicht bewältigt, so spitzen sie sich in der Regel zu einer Katastrophe zu und enden somit negativ und zerstörerisch.

Die Autoren dieses Artikels wollen mit ihrem Beitrag verschiedene Entwicklungsverläufe und Erscheinungsformen einer Krise und jeweils angemessenen Kriseninterventionen beschreiben.

Dabei soll unter Bezugnahme auf den Artikel „Das Ende der Psychopathologisierung oder Leben Sie Ihr eigenes Corporate Identity“ (Siehe ECA Newsletter Nr. 44) herausarbeitet werden, dass Krisen nicht psychopathologisiert werden dürfen.

Erfolgreiche Krisenintervention führt zur Stärkung vorhandener Ressourcen, Kompetenzen und Selbstverantwortung, sowie die Ausbildung neuer persönlicher Fähigkeiten bei den Betroffenen. Bei positivem Ausgang wird Krise nicht als Katastrophe erlebt, sondern kann als Chance zu persönlicher Weiterentwicklung und Wachstum von den Betroffenen genutzt werden.

Im Rahmen dieses Artikels sei darauf verwiesen, dass die beschriebenen Situationen natürlich nur beispielhaft aus einer Fülle von denkbaren Situationen herausgegriffen sein können. Daneben gibt es selbstverständlich Krisensituationen, in denen die Intervention eines Coaches – zumindest im Akutzustand – nicht angebracht ist.

Um den vollständigen Fachartikel lesen zu können klicken Sie bitte hier  DOWNLOAD

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