Persönliche Gedanken zur Trilogie „Im Fluss des augenblicklichen Seins“

 

 

 

 

 

 

Persönliche Gedanken zur Trilogie „Im Fluss des augenblicklichen Seins“

Als ich am 23. Mai 2014 nachts um 23.51 Uhr in Frankfurt an dem Fluss Main den Text „Gedanken in der Nacht“ in mein Laptop tippte, wollte ich eigentlich nur etwas ausprobieren, was ich einen Monat zuvor durch Zufall auf meinem Flug nach Sardinien entdeckt hatte: nämlich meine offensichtliche Fähigkeit in bestimmten Augenblicken Worte, die aus tief in mir drinnen in meinem Kopf, also in mein Bewusstsein gelangen, zeitgleich genauso aufzuschreiben, wie ich sie gerade in meinem Kopf wahrnehme; und auf diese Art des Schreibens, ohne nachzudenken oder bewusst zu reflektieren, dann trotzdem Texte entstehen zu lassen, deren Gedanken sinnvoll sind und die man verstehen kann und nutzen kann, wenn man es mag und sie einen ansprechen.
Und ich hatte in dem Moment beim Schreiben dieses Textes nicht vor, ein ganzes Buch zu schreiben und schon gar nicht hatte ich vor, insgesamt drei Bücher auf diese Art zu schreiben.
So wie also dieser erste Text entstanden ist, nämlich im Fluss des augenblicklichen Seins, ungeplant, unbeabsichtigt, ohne Vorsatz, ohne irgendein bewusstes Ziel, so habe ich alle Texte der Trilogie „Im Fluss des augenblicklichen Seins“ geschrieben.


Immer wieder gab es wie zufällig einen neuen Impuls, dem ich dann gefolgt bin; bei den Texten, bei den Titeln für die Texte, aber auch bei den Titeln für die Bücher und natürlich auch bei der Begegnung mit Ruben Montoya, der über die Hälfte meiner Texte als Bilder interpretiert und dargestellt hat.
Sowohl die Abfolge der einzelnen Texte als auch die Abfolge der Bücher, alles hat sich wie von alleine und wie selbstverständlich aus dem Fluss des augenblicklichen Seins ergeben und aneinandergefügt.
Und so habe ich auch erst vor Kurzem bemerkt, dass sogar die Abfolge der Titel und somit der Themen der drei Bücher einen Sinn ergibt; dass die drei Bücher also in ihrer Abfolge einen Zyklus beschreiben, den wir in unserem Leben immer wieder aufs Neue im Kleinen und im Großen erfahren: Aufbruch, Freundschaft, Erfüllung.
Das heißt also, wir müssen in unserem Leben immer wieder aufs Neue aufbrechen, losgehen, den ersten Schritt machen; beim Gehen sollten wir dann in unserem eigenen Interesse Freundschaft schließen mit uns selber, mit den Menschen um uns herum, mit den Aufgaben, die uns auf unserem Weg begegnen, sie also annehmen, ja zu ihnen sagen; um dann schließlich als Letztes, wenn wir die ersten beiden Phasen dieses Zyklus durchlebt haben, immer wieder aufs Neue unsere Erfüllung zu erleben, in dem jeweiligen Augenblick erfüllt zu sein, glücklich, zufrieden, in Frieden mit uns zu sein.
Und diese Erfüllung ist tatsächlich nur möglich, wenn wir vorher Freundschaft geschlossen haben mit uns, ja gesagt haben zu uns, wie wir sind, ja gesagt haben zu den Menschen, die uns begegnen und so wie sie sind und natürlich auch ja gesagt haben zu den Aufgaben, die uns das Leben immer wieder neu stellt.
Erst, wenn wir dies alles angenommen haben und wenn wir bereit sind, uns auf dieser Grundlage weiterzuentwickeln, dazuzulernen, dann werden wir immer wieder aufs Neue erfüllt sein.
Dieser Zyklus findet manchmal in einer kurzen Zeitspanne statt, wenn wir uns endlich entschließen, eine Aufgabe, die wir zu erledigen haben, anzupacken, sie durchzuführen und wenn es uns dann gelungen ist, sie zu einem Ende zu bringen und wir dann zufrieden mit uns sind und glücklich und erfüllt.
Und dieser Zyklus beginnt jeden Morgen immer wieder aufs Neue, wenn wir aufstehen, um unseren neuen Tag zu beginnen.
Und dieser Zyklus beginnt in jedem Lebensjahr aufs Neue, mit jeder Beziehung, die wir neu beginnen, mit jedem Gespräch, das wir mit einem anderen Menschen anfangen.
Als ich also diese 3 Bücher meiner Trilogie geschrieben habe, war mir dieser Zyklus, den ich da vollkommen unbeabsichtigt und ungeplant beschrieben habe, gar nicht bewusst.
So wie mir alles, was ich in meinen 3 Büchern geschrieben habe, beim Schreiben nicht bewusst war.
Und so ist es für mich auch heute immer noch so, dass ich Texte meiner Bücher insbesondere des letzten Buches lese und denke: mein Gott, wie habe ich das denn gemeint oder mein Gott, wie bin ich auf diese Gedanken und auf diese Erkenntnisse gekommen. Das heißt, da gab es beim Schreiben der Bücher etwas in mir drinnen, das natürlich auch zu mir gehörte und nach wie vor gehört, das aber bereits viel klüger, erfahrener und weise war, als ich es im Moment des Schreibens in dem bewussten Teil meines Denkens, meiner Erkenntnisgewinnung, meines Lebens schon war.
Und so lerne ich auch jetzt immer noch mit und von den Gedanken, die ich in den letzten Jahren seit 2014 im Fluss des augenblicklichen Seins geschrieben habe; geschrieben an mich selber, aber auch an alle anderen Menschen, die sich gerne von meinen Texten ansprechen lassen.
Und bei einigen der Gedanken, die ich auf diese Art geschrieben habe, habe ich dann 2-3 Jahre später beim erneuten Lesen wirklich das Gefühl gehabt: ja, jetzt habe ich sie auch bewusst verstanden; jetzt sagt mir mein bewusstes Erleben, dass das, was ich da 2 oder 3 Jahre vorher geschrieben habe, für mich stimmt, das heißt, dass ich es jetzt aus eigener Erfahrung bestätigen kann.
Und dass das, was ich da beim Schreiben der 3 Bücher meiner Trilogie gemacht und erlebt habe, gar nicht wirklich so ungewöhnlich oder sogar verrückt ist, zeigen immer mehr psychologische und insbesondere auch neurowissenschaftliche Untersuchungen, die in den letzten Jahren gemacht wurden.
Es gibt tatsächlich immer mehr wissenschaftliche Hinweise dafür, dass wir Menschen unbewusst, also ohne, dass wir es merken und bewusst steuern, unsere täglichen Erfahrungen und Wahrnehmungen in unserem Gehirn fortlaufend verarbeiten, auswerten und Erkenntnisse daraus gewinnen.
Und dass diese unbewusst gewonnenen Erkenntnisse dann als Impulse oder, wie wir auch umgangssprachlich sagen, Gedankenblitze, Eingebungen, siebter Sinn aus diesem vorbewussten, intuitiven Teil unseres Denkens in unser Bewusstsein vordringen, um uns so beim Verständnis von Zusammenhängen, Erlebnissen und insbesondere bei Entscheidungen sehr sinnvoll und nützlich zu unterstützen.
Und es gibt mittlerweile recht verlässliche wissenschaftliche Hinweise darauf, dass dieser unbewusst arbeitende Teil unseres Denkens sehr viel früher Zusammenhänge, Regeln und Muster erkennt und damit unser Verhalten auch steuert, als wir diese Zusammenhänge bewusst wahrgenommen und verarbeitet haben.
Und genau das scheint bei mir beim Schreiben der Texte dieser drei Bücher auch geschehen zu sein: in bestimmten, besonderen Momenten konnte ich im Fluss des augenblicklichen Seins einen Zugang zu diesem vorbewussten Teil meines Denkens herstellen und dadurch Erfahrungen und Erkenntnisse, die dieser Teil bereits gewonnen hatte, bewusst werden lassen und damit auch aufschreiben.
Ich stand also in diesen Augenblicken in direkter Verbindung mit diesem vorbewussten, intuitiven Teil meines Denkens und habe von dort aus Erkenntnisse Gedanken zur Verfügung gestellt bekommen, die ich dann in mein Laptop schreiben oder in mein Handy sprechen konnte.
Diese Gedanken und Erkenntnisse waren aber schon viel reifer und weiser, als ich es zu dem Zeitpunkt des Schreibens in meinem bewussten Denken bereits war.
Diese Gedanken aus meinem Vorbewusstsein waren meinem bewussten Denken also sozusagen um zwei, drei oder mehr Jahre voraus. Und so wird für mich auch verständlich, dass ich beim Lesen der Texte, die ich ja selber geschrieben habe, für mich und mein Leben lernen konnte und weiterhin lernen kann.
Ich danke mir und meinem Leben für diese wunderbare Erfahrung und freue mich darüber, wenn andere Menschen meine Texte auf ähnliche Art wie ich ebenfalls für sich und ihr Leben nutzen können.

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